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Eines der am häufigsten in aller Welt verbreiteten Fotos aus Bonn zeigt einen der beiden Amtssitze
des Bundespräsidenten, die "Villa Hammerschmidt". Die heutige Villa entstand nach Plänen des Architekten August Dieckhoff um 1860
im "Bonn der Millionäre". 1868 kaufte sie Leopold Koenig. Seinen Reichtum hatte er als Rußlands "Zuckerkönig" erworben:
Koenig ließ die Villa durch den Architekten Otto Penner umbauen. Seit dieser Zeit ist sie nicht mehr wesentlich
verändert worden. Der Geheime Kommerzienrat Rudolf Hammerschmidt erwarb sie 1901.
In den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg war die Villa Hammerschmidt ein gesellschaftlicher
Mittelpunkt der Stadt Bonn. Seit 1929 war die Besitzung verpachtet und in Wohnungen aufgeteilt.
Den Zweitern Weltkrieg überstand sie ohne Schaden. 1950 erwarb die Bundesrepublik Deutschland
den Grundbesitz. 1951 zog der erste Bundespräsident, Theodor Heuss, mit seiner Gattin in
das umgebaute Haus ein.
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